Ausgangspunkt für die Entwicklung der lokalen Agenda...
...war die Erkenntnis zunehmender globaler Missstände, die sich stetig verschlimmern und die beseitigt werden müssen, um allen Menschen ein würdiges Leben in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen. Die 179 unterzeichnenden Staaten waren sich einig, dass global und lokal gehandelt werden muss. Ein Umdenken und Suchen nach Lösungswegen muss stattfinden.
Die Inhalte der Agenda 21 sind keine spontanen Ergebnisse der Rio-Konferenz im Jahre 1992, sondern gehen zurück auf eine ganze Reihe von Konferenzen und Dokumenten aus den letzten 20 Jahren.
Die Rolle der Kommunen
Die Kommunen sind die politische Ebene, die den Bürgern am nächsten ist. In ihr sind viele Aufgaben angesiedelt, die für nachhaltige Entwicklung besonders wichtig sind: Versorgung mit Energie und (Ab-)Wasser, Siedlungsbau, Müllentsorgung, Verkehr usw.
Deshalb haben die Kommunen den Auftrag von der Agenda 21 bekommen, jeweils ihre eigene „lokale Agenda 21“ zu erarbeiten. Dabei sollen die Kommunalverwaltungen in einen Dialog treten mit ihren BürgerInnen, den örtlichen Organisationen (z.B. Vereinen, Umweltgruppen, Sozialeinrichtungen etc.) und der Privatwirtschaft. Gemeinsam soll ein Handlungsprogramm entwickelt werden, auf das konkrete Projekte zur Umsetzung folgen.
Die drei tragenden Säulen
Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit sind die drei tragenden Säulen, auf denen das Programm basiert. Diese Bereiche werden nicht mehr getrennt voneinander verstanden, sondern als ein ineinander verzahntes System, in dem es viele Abhängigkeiten und Wechselwirkungen gibt. Diese Zusammenhänge müssen erkannt und auch genutzt werden. Ein Beispiel: Umweltschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen kombiniert werden.